DGI:Opportunistische Infektionen/Pneumocystis Pneumonie/Erreger

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Zunächst wurde Pneumocystis spp. aufgrund seiner Morphologie, den bekannten Entwicklungsstadien und seiner Resistenz gegenüber Antimykotika zu den Protozoen gezählt. Seit 2002 gehören er zu den Pilzen, da Genomanalysen die Verwandtschaft zu den Ascomycota zeigten [1][2]. Eigenschaften dieses Pilzes weichen aber oft von denen anderer invasiver Pilze ab (z.B. keine Wirksamkeit von Antimykotika, extrem langsamer Lebenszyklus, Besonderheiten im Zellwandaufbau, etc.). Einige biochemischen Eigenschaften scheinen auch auf eine Verwandtschaft mit den Pflanzen hinzudeuten [3].

Bisher sind eine ausschließlich humanpathogene Spezies (P. jirovecii) und zehn weitere, für den Menschen nicht infektiöse Pneumocystis-Spezies, die verschiedene Säugetiere befallen, bekannt [4][5]. P. jirovecii, die einzige humanpathogene Form, kommt ubiquitär vor, die Verbreitung erfolgt vorwiegend über Aerosole und selten über Schmierinfektionen.

  1. Walzer PD. The ecology of Pneumocystis: perspectives, personal recollections, and future research opportunities. J Eukaryot Microbiol 2013; 60(6): 634-45.
  2. Haase G. Pneumocystis carinii Delanoe & Delanoe (1912) has been placed in the Archiascomycetales, a class of the Ascomycota. Infect Immun 1997; 65(10): 4365-6.
  3. Kaneshiro ES. Is Pneumocystis a plant? J Eukaryot Microbiol 2002; 49(5): 367-73.
  4. Stringer JR, Beard CB, Miller RF, Wakefield AE. A new name (Pneumocystis jiroveci) for Pneumocystis from humans. Emerg Infect Dis 2002; 8(9): 891-6.
  5. Stringer JR, Beard CB, Miller RF. Spelling Pneumocystis jirovecii. Emerg Infect Dis 2009; 15(3): 506.