Handbuch:Einführung

From Infektiopedia

Hintergrund

Infektionen machen X % der Erkrankungen insgesamt aus und verursachen Kosten in Form von Geld, Morbidität und Mortalität von Y / Jahr innerhalb von Deutschland, Z / Jahr weltweit. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu degenerativen, malignen, genetischen oder unfallbedingten Erkrankungen sind i.d.R. die Konsequenzen der Erkrankung und ihrer Therapie über das Inidivduum hinaus für die gesamte Gesellschaft bzw. Menschheit durch Kontagiösität und Resistenzentwicklung. Aus diesem Grund gehören die Vermeidung und adäquate Therapie von infektiösen Erkrankungen durch Impfungen, sanitäre Einrichtungen und Isolationsmaßnahmen etc. zu den effektivsten Interventionen im Gesundheitswesen überhaupt.

Die moderne Medizin entwickelt ihre Handlungsanweisungen durch Interventionsstudien, die von Expert*innen in Systematic Reviews und Leitlinien zusammengefasst und damit aufbearbeitet werden. Ärzt*innen alleine bleibt weiterhin die kritische Rolle vorbehalten, die Entscheidung über die Verschreibung eines  Medikamentes für ihre Patient*innen zu treffen - informiert durch Studien und deren Zusammenfassung.

Problemsituation

Klinisch-infektiologisches Wissensmanagement auf individueller wie institutioneller Ebene sind herausfordernd. Lokale, bspw. Krankenhaus-interne, Leitlinien sind häufig von mangelhafter Qualität auf zahlreichen Ebenen. Wie im Klinischen Wissens-Management insgesamt sind mangelhafte technologische Infrastruktur, fehlende Unterstützung der Organisationsstruktur bis hin zu ungenügender Qualität und Aktualität der Inhalte nicht selten. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29217960

https://www.jmir.org/2013/10/e210/

(Inter-)Nationale Leitlinien als potentielle Referenz-Dokumente profitieren ob ihrer Länge und Komplexität eindeutig davon für den alltäglichen Gebrauch für ärztliche Endnutzer*innen adaptiert zu werden. Maßgebliche Indikatoren für den Erfolg scheinen dabei praxisnähe und schnelle Verfügbarkeit zu sein. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27546228

Wichtige weitere Einflussfaktoren auf Ärzt*innen in der Therapie von infektiösen Krankheitsbildern sind neben Angst vor unbehandelten Infektionen und unklare Toleranz der Medikation die eigene Reputation. Negative Konsequenzen einer Therapie mit Antibiotika für die Bevölkerung wie den Individuellen Patienten stehen bedauernswerter weise eher im Hintergrund. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1198743X18306281

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Infektiopedia soll es Ärzt*innen erheblich einfacher machen, informierte, evidenzbasierte und damit schlussendlich bessere Entscheidungen bzgl. der Therapie von infektiösen Erkrankungen ihrer Patient*innen zu treffen. Dabei wollen wir auf den Erkenntnissen aus zahlreichen Studien zu klinischem Wissens-Management, Antimicrobial-Stewardship Maßnahmen und kollaborativen Projekten aufbauen: Freies aktuelles infektiologisches Wissen prägnant, praxisnah, auf Leitlinien und Literaturrecherchen aufbauend und mit Experten-Supervision erarbeiten und für den ärztlichen Alltag optimiert darstellen.

Dazu werden wir die von Wikimedia für Wikipedia entwickelte Redaktionssoftware verwenden. Seit Mitte der 2000er gibt es zahlreiche ähnliche Projekte aus anderen Bereichen der Medizin, die ebenfalls das Wiki-Konzept zum gemeinsamen Wissensmanagement nutzen / genutzt haben (Bspw: Wiki A, B, C, D, E). https://www.jmir.org/2013/10/e210/

In einem Systematischen Review konnten als Schlüssel-Faktoren für Ärzt*innen Akkuratesse , Lesbarkeit, Verlässlichkeit und Aktualität der Inhalte herausgearbeitet werden. Viele der Projekte konnten in mindestens einer dieser Kategorien nicht überzeugen und wurden inzwischen wegen Mangel an Nutzer*innen und Autor*innen eingestellt. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4392552/

Infektiopedia soll ein nachhaltiges Projekt sein, dass sich durch Exzellenz in allen vier Bereichen auszeichnen wird. Wir planen auch die von anderen Autoren als begünstigend identifizierten Faktoren wie Training in der Nutzung der Software, einfache Nutzung und die Anwesenheit von Moderatoren / Ansprechpartnern umzusetzen https://www.jmir.org/2013/10/e210/, um die bestmöglichen Ausgangsbindungen für unser Ziel bessere infektiologische Therapie einfacher zu machen zu gewährleisten. Lesen Sie hier (auf anderen Artikel verweisen) mehr, wie wir das garantieren wollen.