DGI:Opportunistische Infektionen/Pneumocystis Pneumonie/Diagnostik

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Einfaches Thorax-Röntgenbild

CAVE:

Ein einfaches Röntgenbild ist für die Diagnose oft nicht zielführend, da 10-15 % der Patienten normale Röntgenaufnahmen haben. Ca. 30 % haben unspezifische oder unklare Befunde.

Thorax-CT

Deutlich sensitiver

Bei Verdachtsdiagnose PCP sollte immer ein Thorax-CT erfolgen. Dieses dient auch zum Ausschluss einer PCP.

Das Thorax-CT kann folgende Charakteristika aufweisen 29:

  • Entzündlich verdicktes Interstitium wird als lineare und retikuläre Transparenzminderungen sichtbar.
  • Sind die Retikulationen sehr fein und liegen unterhalb des Auflösungsvermögens der CT, können die Veränderungen mitunter auch flächenhaft milchglasartig imponieren.
  • Gleichzeitig auftretende septale Verdickungen bei Vorhandensein von Milchglastrübungen werden als “crazy paving” bezeichnet.
  • Knötchen können Kavitäten oder “tree-in-bud”-Muster bilden.



Laborwerte

Erhöhung der Entzündungswerte (CRP), häufig nicht sehr ausgeprägt.

Laborwertveränderungen sind oft sehr unspezifisch.

Eine LDH-Erhöhung kann auf eine PCP hinweisen, ein hoher LDH-Wert ≥ 450 IU kann mit einer negativen Prognose einhergehen 30. Ein normaler LDH-Wert schließt aber eine PCP nicht aus.

Der Nachweis von 1.3 Beta-D-Glukan kann auf eine Pilzinfektion hinweisen, aber nie spezifisch nur auf eine PCP deuten.