DGI:Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen/Spondylodiszitis/Klinisches Bild/Klinische Situationen

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Klinische Situationen

Eine Spondylodiszitis kann auf folgenden Infektionswegen erworben werden:

  • Hämatogene Streuung (häufigster Infektionsweg) von entfernt liegendem Infektionsfokus (Haut-/Weichteil-, Urogenital-, device-assoziierte Infektion, Endokarditis...)
  • Per continuitatem von benachbartem Infektionsfokus (z.B. infizierte Aortenprothesen, Pleuraempyem)
  • Durch direkte Inokulation (traumatisch, postoperativ, durch Injektionen etc.)


Am häufigsten ist mit ca. 60 % die Lendenwirbelsäule betroffen, gefolgt von der Brustwirbelsäule in ca. 30 % und der Halswirbelsäule in ca. 10 %; bei ca. 10 % der Patienten sind mehrere Segmente befallen. AWMF[1], Taylor 2018[2] Je nach Patientenkollektiv sind bei mehr als der Hälfte der Patienten bei Diagnosestellung bereits Abszesse nachweisbar (paravertebral, epidural, Psoas-…).

Besonders gefährdet sind Patienten mit folgenden Risikofaktoren: AWMF[1], Mylona[7], Lestin[8]

  • Diabetes mellitus
  • Fortgeschrittene Leberzirrhose / Chronischer Alkoholabusus
  • Chronische Niereninsuffizienz / Dialyse
  • Chronische Herzinsuffizienz
  • Adipositas
  • Maligne Erkrankungen
  • Immunsuppressive Therapie