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DGI:Opportunistische Infektionen/CMV/Abstract: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Infektiopedia
Bestem (Diskussion | Beiträge)
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Kristina.jozic (Diskussion | Beiträge)
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CMV ist ein Virus aus der Familie der Herpesviridae. Die Primärinfektion erfolgt im Rahmen einer Schmierinfektion mit lebenslanger Viruspersistenz in Lymphknoten und Speicheldrüsenzellen. Eine Reaktivierung kann im Rahmen schwerer Immunsuppression (beispielhaft Chemotherapie, HIV, hämato-onkologische Systemerkrankungen) erfolgen mit führenden Manifestationen im Bereich: Auge, Darm, Leber, Lunge und ZNS.
Das humane Zytomegalievirus (CMV, humanes Herpesvirus 5) ist ein Herpesvirus, das nach Primärinfektion lebenslang persistiert und bei nachlassender zellulärer Immunität reaktivieren kann. Klinisch relevant ist CMV insbesondere bei HIV-Infektion mit schwerer Immundefizienz, nach solider Organtransplantation und nach allogener Stammzelltransplantation. Wichtig ist die konsequente Unterscheidung zwischen CMV-Infektion beziehungsweise DNAämie und CMV-Endorganerkrankung: Eine Plasma-DNAämie stützt den Verdacht, beweist aber keinen Organbefall. Diagnostisch steht die quantitative CMV-DNA-PCR in IU/ml aus EDTA-Plasma im Zentrum; therapeutisch sind Ganciclovir und Valganciclovir First-Line, während Letermovir vor allem prophylaktisch und Maribavir bei refraktärer oder resistenter CMV-Infektion nach Transplantation relevant ist.

Aktuelle Version vom 31. Juli 2026, 13:20 Uhr

Das humane Zytomegalievirus (CMV, humanes Herpesvirus 5) ist ein Herpesvirus, das nach Primärinfektion lebenslang persistiert und bei nachlassender zellulärer Immunität reaktivieren kann. Klinisch relevant ist CMV insbesondere bei HIV-Infektion mit schwerer Immundefizienz, nach solider Organtransplantation und nach allogener Stammzelltransplantation. Wichtig ist die konsequente Unterscheidung zwischen CMV-Infektion beziehungsweise DNAämie und CMV-Endorganerkrankung: Eine Plasma-DNAämie stützt den Verdacht, beweist aber keinen Organbefall. Diagnostisch steht die quantitative CMV-DNA-PCR in IU/ml aus EDTA-Plasma im Zentrum; therapeutisch sind Ganciclovir und Valganciclovir First-Line, während Letermovir vor allem prophylaktisch und Maribavir bei refraktärer oder resistenter CMV-Infektion nach Transplantation relevant ist.