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DGI:Knochen-, Gelenks- und Protheseninfektionen/Osteomyelitis bei Kindern/Diagnostik/Diagnostische Schritte

Aus Infektiopedia
Version vom 31. März 2022, 09:57 Uhr von Brinkery (Diskussion | Beiträge)
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  • Klinische Untersuchung:
    • Da multilokuläre Manifestation häufig, sorgfältige Untersuchung des gesamten Skelettsystems
    • HNO- und zahnärztliche Untersuchung


  • Labor:
    • BSG meist stark erhöht (sehr selten <20mm/hg)
    • CRP mäßig erhöht (außer bei Kingella kingae, dabei oft sehr niedrig). Sehr gut für die Verlaufsbeurteilung
    • Leukozytose unzuverlässig
    • Blutkulturen (mindestens aus 2 Entnahmeorten) sind obligat bei jedem Verdacht auf Osteomyelitis


  • Bildgebung:
    • Sonographie: V.a. für septische Arthritis, ansonsten orientierend
    • Röntgen: Ausschluss anderer Ursachen (v.a. Tumor oder Fraktur). Osteomyelitis erst spät 10-21d nach Symptombeginn erkennbar
    • MRT: Diagnostik der Wahl. Gute Darstellung, v. a. Differenzierung von anderen Läsionen. Veränderungen früh sichtbar bereits 3d nach Symptombeginn
    • Die Skelettszintigrafie ist bei Kindern obsolet
    • Fokussuche bei Blutstrominfektion (Echokardiographie, Sono-Abdomen, Sono-Schädel (bei Säuglingen), MRT des Kopfes bei persistierenden Kopfschmerzen (bei Kindern))


  • Intraoperative Materialgewinnung:
    • Histologie
    • Mikrobiologie: Keine Abstriche, immer Gewebeproben ggf. plus Punktate! Ein kultureller Erregernachweis gelingt in ca. 70% der Fälle. Eine universelle bakterielle PCR (16S-rDNA-PCR) empfiehlt sich bei jeder Probe ohne kulturellen Erregernachweis (Rückstellproben vereinbaren!).