DGI:CMV/Prophylaxe Prävention
Prophylaxe und Prävention
Kontakt seronegativer Schwangerer zu Kleinkindern: Für beruflich exponierte seronegative Schwangere mit engem Kontakt zu Kleinkindern (wie z.B. bei medizinischem Personal und bei Erzieherinnen) sorgfältige Händehygiene, Aufklärung der Schwangeren
Besondere Maßnahmen: Nach möglicher Exposition wie z.B. Windelwechsel, Waschen, Füttern, Tränen abwischen, Nase putzen und Kontakt mit Spielzeug, das in den Mund genommen wurde, Küssen unterlassen, kein gemeinsames Verwenden von Alltagsgegenständen wie Geschirr, Besteck, Zahnbürsten, Handtücher und Waschlappen
-Keine Isolation in Gemeinschaftseinrichtungen, Krankenhaus oder Schule CMV-ausscheidender Kinder > konsequente Basishygiene und Barrierepflege mit generellem Tragen von Handschuhen und Schutzkitteln (sogenannte Handschuh- und Kittelpflege) als angemessene Präventionsmaßnahme
- Nierentransplantatempfängern (mit Ausnahme bei CMV-Seronegativität des Spenders und Empfängers) orale Chemoprophylaxe mit Ganciclovir oder Valganciclovir für mindestens drei Monate nach Transplantation und für sechs Wochen nach Behandlung mit einem T-Zell-depletierenden Antikörper.
-Postexpositionelle Gabe von CMV-Hyperimmunglobulinen bei seronegativen Schwangeren
- Letermovir (Prevymis®) Prophylaxe einer CMV-Reaktivierung und – Erkrankung nach allogener Stammzelltransplantation, Standarddosis sind 480 mg. Bei gleichzeitiger Gabe von Cyclosporin A wird die Dosis auf 240 mg reduziert bis zum 100 d nach Transplantation