Durchfallerkrankungen

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Kapitelinformationen
Stand: Dezember 2024
Kapitelleitung: Maria Vehreschild
Autor:innen: Ludwig Grüter Roger Vogelmann Marcus Schmitt Harun Azzaui Nathalie Jazmati Imke Wieters Claudia Denkinger Verena Faehling
Reviewer:innen: Anette Friedrichs
Beteiligte Fachgesellschaften:
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Diarrhoen stellen ein häufiges Symptom in der ambulanten und stationären Versorgung dar. Die differentialdiagnostische Abgrenzung kann im Einzelfall schwierig sein. Nur in einem Teil der Fälle liegt ursächlich eine Infektion vor, die durch eine Vielzahl bakterieller, viraler und parasitärer Erreger bedingt sein kann. Das klinische Spektrum reicht von Befindlichkeitsstörungen bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen. Die einzusetzende Diagnostik und ggf. empirische Therapie werden maßgeblich vom klinischen Setting bestimmt.


Inhaltsverzeichnis

Klinisches Bild

Klinisches Bild bearbeiten

Klinische Situationen

Klinisches Bild/Klinische Situationen bearbeiten

Weltweit:

  • Ca. 500 Millionen Fälle pro Jahr
  • Ca. 1.2 Millionen Todesfälle pro Jahr (insb. Kleinkinder)

Akute Diarrhoe in Deutschland (2022):

  • Ca. 130.000 gemeldete Fälle (hohe Dunkelziffer)
    • Stationäre Aufnahme bei ca. 1/400 Patient:innen
    • Todesfälle ca. 3/100.000
  • Erregernachweise (RKI):
    • 55% viral (insb. Norovirus, auch Rotavirus)
    • 45% bakteriell (insb. Campylobacter, auch Salmonellen)
    • ca. 10% parasitär (Giardia, Kryptosporidien)

Reisediarrhoe:

  • Häufigste Reiseerkrankung (bis 60% der Reisenden)
  • Erreger:
    • Meist ETEC (bis 70%)
    • Je 5-15% andere E. coli, Salmonellen, Campylobacter, Shigellen
    • 5-10 % Protozoen
    • 5-10% Viren (Rota-, Norovirus)

Leitsymptome

Klinisches Bild/Leitsymptome bearbeiten

Akute Diarrhoe: ≥3 ungeformte Stuhlgänge innerhalb von 24h

Chronische Diarrhoe: Diarrhoe ≥3 ungeformte Stuhlgänge > 4 Wochen

Begleitsymptome Warnsymptome
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Schleimbeimengungen im Stuhl
  • Grippale Allgemeinsymptome
  • Hämatochezie
  • Nächtliche Diarrhoe
  • Gewichtsverlust
  • Exsikkose / Hypotonie
  • Verwirrung
  • Fieber
  • Abdominelle Schmerzen

CAVE: Warnsymptome bei Durchfallerkrankungen sind:

  • Hämatochezie
  • Nächtliche Diarrhoe
  • Gewichtsverlust
  • Exsikkose / Hypotonie
  • Verwirrung
  • Fieber
  • Abdominelle Schmerzen

Prognose

Klinisches Bild/Prognose bearbeiten
  • Akute unkomplizierte Diarrhoe: sehr gute Prognose
  • Ansonsten je nach Verlauf und Komplikationen
  • Risikofaktoren für komplizierten Verlauf: Immunsuppression, sehr junges oder hohes Alter, Multimorbidität

Diagnostik

Diagnostik bearbeiten

Anamnese, insb. mit Hinblick auf Warnsymptome (s.o.)

  • Symptomatik und Dauer
  • Flüssigkeitsaufnahme und -ausscheidung
  • Vorerkrankungen und Medikamente, insb. Immunsuppression und stattgehabte Antibiosen
  • Reiseanamnese
  • Umgebungs- und Berufsanamnese (Kita/Pflegeheim o.Ä., Arbeit mit Lebensmitteln, weitere Fälle ähnlichen Symptomen oder gleichem Erreger, Tierkontakte)
  • Zeitlicher Zusammenhang mit Nahrungsaufnahmen (Infektion vs. Intoxikation)

Körperliche Untersuchung

  • Vitalparameter
  • Abdomenstatus inkl. Peritonismus-Zeichen
  • Weitere körperliche Untersuchung inkl. Herz, Lunge, orientierend neurologisch

(Zeichen systemischer Beteiligung?)

Ausreichend bei akutem, unkompliziertem Verlauf und fehlenden Warnsymptomen/ Risikofaktoren

Weitere Diagnostik bei:

  • Hämatochezie
  • Immunsuppression
  • Chronischer Diarrhoe (>14 Tage)
  • Beschäftigung im Lebensmittelbereich / in Gemeinschaftseinrichtungen
  • Nosokomialer Diarrhoe (>72h nach Aufnahme)
  • Stattgehabter Antibiotikaeinnahme (<3 Mo. Zurück)
  • Schweren Vorerkrankungen (z.B. Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz)
  • Epidemiologische Häufung (V.a. Ausbruch)

Labordiagnostik bei Warnsymptomen/ Risikofaktoren:

Stuhldiagnostik mittels Inspektion (blutig, nicht-blutig, Beschaffenheit), ggf. Blutentnahme: insb. Blutbild, Elektrolyte, Retentionsparameter, CRP bei klinisch schwerem Verlauf und Blutkulturen bei Fieber. Ein Überblick über die im Regelfall initial abzuklärenden Erreger gibt Tabelle 5. Bzgl. der, für die Stuhldiagnostik zu verwendenden Tests besteht aktuell ein ausgeprägter Trend weg von der Kultur/Mikroskope und hin zur PCR. Je nach lokalem Standard können dementsprechend unterschiedliche diagnostische Ansätze zur Anwendung kommen (s.Tabelle 1).

Präanalytik:

Für die mikrobiologischen Diagnostik sind primär Stuhlproben geeignet, Abstriche nur in Ausnahmefällen. Bei der Probengewinnung ist auf ein Einhalten der Hygienemaßnahmen zu achten. Kontaminationen z.B. mit Toilettenspülwasser oder anderen sanitären Oberflächen sollte vermieden werden. Stationär ist eine Abnahme aus einem sauberen Gefäß möglich. Ambulante Patienten können den Stuhlgang ebenfalls in der Toilette mit geeigneten Materialen abfangen und eine Probe davon entnehmen.

Für die mikrobiologische Diagnostik genügt eine mit dem Löffelchen des Stuhltransportröhrchens gewonnen erbsengoße Stuhlprobe. Sollten zusätzlich auch noch parasitologische und / oder virologische (z.B. Antigenbestimmung) Untersuchungen angefordert werden, bietet es sich an die doppelte Menge oder mehrere Proben einzuschicken.

Der Transport der Stuhlproben in das Labor sollte im Idealfall nicht länger als 4 Std betragen. Bei einem längeren Zeitraum empfiehlt sich die Kühlung der Proben auf etwa 3 – 4°. Virologische Proben können unter Umständen auch nach längerer kühler Lagerung verarbeitet werden. Parasitologische Untersuchungen sollten möglichst an 3 unabhängigen Proben durchgeführt werden. Basisdiagnostik Tabelle 1:

Situation Erregerdiagnostik
Im Krankenhaus erworbene Diarrhoe (> 72 h nach Hospitalisierung) Initiale Abklärung:
  • Clostridioides difficile
  • Norovirus

Erweiterte Abklärung:

  • Adenovirus, Astrovirus, Enterovirus, Rotavirus
  • Parasiten und Helminthen
  • Alternative Ursachen, z.B. medikamenteninduziert
Ambulant erworbene Diarrhoe (< 72 h nach Hospitalisierung) Initiale Abklärung:
  • Campylobacter, Salmonellen
  • Rotavirus, Norovirus
  • Clostridioides difficile falls kürzlich stattgehabte Antibiotika- oder Chemotherapie

Erweiterte Abklärung:

  • Shigellen, Yersinien, EPEC
  • Adenovirus, Astrovirus, Enterovirus
  • Parasiten und Helminthen
  • Alternative Ursachen, z.B. medikamenteninduziert
Reise-/Migrationsanamnese UND Diarrhoe > 5 Tage / Hämatochezie / schwerer Verlauf / Gruppenerkrankung
  • Campylobacter spp., Salmonella spp., Shigella spp., Y. enterocolitica, Aeromonas spp., EPEC
  • Parasiten: G. lamblia, wenn eher subakut zusätzlich Cryptosporidien


Bei Fieber:

  • Blutkulturen (mind. 2)
  • Malariadiagnostik


Zusätzlich:

  • Bei Beschäftigung / Unterbringung in Gemeinschaftseinrichtungen, Kindern: Virologie-PCR (Noro-, Adeno-, Rotaviren)
  • Bei Nachweis von Salmonellen (Gefahr septischer Absiedelung):
    • Blutkulturen (bis negativ)
    • Abdomensonographie

Differentialdiagnostik

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Allergien (u.U. postinfektiös, insb. Laktoseintoleranz)
  • Genussmittel, z.B. Alkohol, Koffein, Nikotin
  • Paradoxe Diarrhoe (CAVE Malignome)
  • Pseudodiarrhoe (erhöhte Stuhlfrequenz bei normaler Konsistenz und Menge)
  • Medikamentös: Laxantienabusus, Medikamentennebenwirkung
  • Kolitis anderer Genese (chronisch entzündlich, ischämisch)
  • Endokrin (z.B. Hyperthyreose, Serotonin-Syndrom)
  • Zoeliakie
  • Pankreasinsuffizienz
  • Nicht-infektiöse Intoxikation (z.B. Histamin, Schwermetalle, Pilze, Schalentiere)

Diagnosekriterien

Diagnostik/Diagnosekriterien bearbeiten

Anamnese, insb. mit Hinblick auf Warnsymptome (s.o.)

  • Symptomatik und Dauer
  • Flüssigkeitsaufnahme und -ausscheidung
  • Vorerkrankungen und Medikamente, insb. Immunsuppression und stattgehabte Antibiosen
  • Reiseanamnese
  • Umgebungs- und Berufsanamnese (Kita/Pflegeheim o.Ä., Arbeit mit Lebensmitteln, weitere Fälle ähnlichen Symptomen oder gleichem Erreger, Tierkontakte)
  • Zeitlicher Zusammenhang mit Nahrungsaufnahmen (Infektion vs. Intoxikation)

Körperliche Untersuchung

  • Vitalparameter
  • Abdomenstatus inkl. Peritonismus-Zeichen
  • Weitere körperliche Untersuchung inkl. Herz, Lunge, orientierend neurologisch

(Zeichen systemischer Beteiligung?)

Ausreichend bei akutem, unkompliziertem Verlauf und fehlenden Warnsymptomen/ Risikofaktoren

Weitere Diagnostik bei:

  • Hämatochezie
  • Immunsuppression
  • Chronischer Diarrhoe (>14 Tage)
  • Beschäftigung im Lebensmittelbereich / in Gemeinschaftseinrichtungen
  • Nosokomialer Diarrhoe (>72h nach Aufnahme)
  • Stattgehabter Antibiotikaeinnahme (<3 Mo. Zurück)
  • Schweren Vorerkrankungen (z.B. Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz)
  • Epidemiologische Häufung (V.a. Ausbruch)

Labordiagnostik bei Warnsymptomen/ Risikofaktoren:

Stuhldiagnostik mittels Inspektion (blutig, nicht-blutig, Beschaffenheit), ggf. Blutentnahme: insb. Blutbild, Elektrolyte, Retentionsparameter, CRP bei klinisch schwerem Verlauf und Blutkulturen bei Fieber. Ein Überblick über die im Regelfall initial abzuklärenden Erreger gibt Tabelle 5. Bzgl. der, für die Stuhldiagnostik zu verwendenden Tests besteht aktuell ein ausgeprägter Trend weg von der Kultur/Mikroskope und hin zur PCR. Je nach lokalem Standard können dementsprechend unterschiedliche diagnostische Ansätze zur Anwendung kommen (s.Tabelle 1).

Präanalytik:

Für die mikrobiologischen Diagnostik sind primär Stuhlproben geeignet, Abstriche nur in Ausnahmefällen. Bei der Probengewinnung ist auf ein Einhalten der Hygienemaßnahmen zu achten. Kontaminationen z.B. mit Toilettenspülwasser oder anderen sanitären Oberflächen sollte vermieden werden. Stationär ist eine Abnahme aus einem sauberen Gefäß möglich. Ambulante Patienten können den Stuhlgang ebenfalls in der Toilette mit geeigneten Materialen abfangen und eine Probe davon entnehmen.

Für die mikrobiologische Diagnostik genügt eine mit dem Löffelchen des Stuhltransportröhrchens gewonnen erbsengoße Stuhlprobe. Sollten zusätzlich auch noch parasitologische und / oder virologische (z.B. Antigenbestimmung) Untersuchungen angefordert werden, bietet es sich an die doppelte Menge oder mehrere Proben einzuschicken.

Der Transport der Stuhlproben in das Labor sollte im Idealfall nicht länger als 4 Std betragen. Bei einem längeren Zeitraum empfiehlt sich die Kühlung der Proben auf etwa 3 – 4°. Virologische Proben können unter Umständen auch nach längerer kühler Lagerung verarbeitet werden. Parasitologische Untersuchungen sollten möglichst an 3 unabhängigen Proben durchgeführt werden.

Diagnostische Schritte

Diagnostik/Diagnostische Schritte bearbeiten

Basisdiagnostik Tabelle 1:

Situation Erregerdiagnostik
Im Krankenhaus erworbene Diarrhoe (> 72 h nach Hospitalisierung) Initiale Abklärung:
  • Clostridioides difficile
  • Norovirus

Erweiterte Abklärung:

  • Adenovirus, Astrovirus, Enterovirus, Rotavirus
  • Parasiten und Helminthen
  • Alternative Ursachen, z.B. medikamenteninduziert
Ambulant erworbene Diarrhoe (< 72 h nach Hospitalisierung) Initiale Abklärung:
  • Campylobacter, Salmonellen
  • Rotavirus, Norovirus
  • Clostridioides difficile falls kürzlich stattgehabte Antibiotika- oder Chemotherapie

Erweiterte Abklärung:

  • Shigellen, Yersinien, EPEC
  • Adenovirus, Astrovirus, Enterovirus
  • Parasiten und Helminthen
  • Alternative Ursachen, z.B. medikamenteninduziert
Reise-/Migrationsanamnese UND Diarrhoe > 5 Tage / Hämatochezie / schwerer Verlauf / Gruppenerkrankung
  • Campylobacter spp., Salmonella spp., Shigella spp., Y. enterocolitica, Aeromonas spp., EPEC
  • Parasiten: G. lamblia, wenn eher subakut zusätzlich Cryptosporidien


Bei Fieber:

  • Blutkulturen (mind. 2)
  • Malariadiagnostik


Zusätzlich:

  • Bei Beschäftigung / Unterbringung in Gemeinschaftseinrichtungen, Kindern: Virologie-PCR (Noro-, Adeno-, Rotaviren)
  • Bei Nachweis von Salmonellen (Gefahr septischer Absiedelung):
    • Blutkulturen (bis negativ)
    • Abdomensonographie

Erreger

Tabelle 2: Bakterien als Auslöser einer Diarrhoe

Bakterien
Erreger Inkubationszeit Klinische Symptomatik Komplikationen
Campylobacter spp. 2 - 5 Tage • Häufig Prodromi: Myalgie, Kopfschmerzen, Fieber

• Wässrige (später blutige) Durchfälle und Tenesmen

• Asymptomatische Verläufe häufig

• Dauer bis 7 Tage

• Reaktive Arthritis

• Guillain-Barré-Syndrom

• Myokarditis

• Protrahierte, disseminierte (insb. C. coli) und chronische Verläufe möglich bei Immunsuppression

Clostridioides difficile Antibiotika-assoziiert (bis zu 4 Wo. nach Absetzen) • Variable Symptomatik

• Diarrhoen (blutig bis wässrig, übelriechend)

• Pseudomembranöse Kolitis

• Risiko je nach Antibiotikatherapie: Anzahl der Antibiotika und Therapiedauer, Wahl des Antibiotikums (insb. Clindamycin, Fluorchinolone, Cephalosporine ab der 2. Generation)

• Weitere Risikofaktoren: PPI/H2-Blocker, Alter, Hospitalisierungen, Gemeinschaftseinrichtung, abdominelle Chirurgie, Nasensonde, Begleiterkrankungen

• Toxisches Megakolon

• Rezidive

Enteritis-Salmonellen (nicht typhöse Salmonellen) 12 - 26 h • Wässrige Diarrhoe, Brechreiz (Erbrechen) und Fieber (38°-39°C)

• Dauer 4-10 Tage

• Septische Absiedelungen (5%)

• Reaktive Arthritis

• Dauerausscheider (>4 Wochen): <1%

Salmonella typhi/paratyphi

(Typhus)

10 - 21 Tage • Keine klassische Durchfallerkrankung

• Kopf-/ Gliederschmerzen

• 1. Krankheitswoche: staffelförmig ansteigendes hohes Fieber (bis Kontinua) mit Bewusstseinstrübung (ca. 7-14 Tage), Leukopenie, relative Bradykardie

• 2.-3. Krankheitswoche Organmanifestation: Splenomegalie, Typhome, Haut-Roseolen (septische Embolien), Obstipation, breiige Durchfälle

• Darmperforation

• Peritonitis

• Tod (<1%)

• Dauerausscheider (>1 Jahr): 5% (erhöhtes Risiko für Gallenblasenkarzinom)

Yersinia enterocolitica

Yersinia pseudotuberculosis

(selten)

4 - 7 Tage • Subakuter Verlauf

• breiige Durchfälle, Fieber, Bauchschmerzen

• selten Erbrechen

• Pseudoappendizitis (10.-30. LJ)

• Dauer: wenige Tage bis max. 2 Wochen

• Sepsis

• Nach wenigen Tagen bis zu 1 Monat: reaktive Arthritis, Erythema nodosum, Myokarditis (unabhängig von Antibiotikagabe)

Enteroinvasive E.coli

(EIEC)

12 - 96 h • Wässrige Diarrhoe bis hin zu blutig-eitriger Diarrhoe mit Fieber, Tenesmen, Koliken (Shigellenruhr)

• Kopfschmerzen

• Allgemeinsymptome

• Dauer: ca. 7 Tage

Selten:

• Kolonblutung

• Kolonperforation

• HUS

• reaktive Arthritis

Enterohämorrhargische E. coli (EHEC) 3 - 4 Tage • Übelkeit, Erbrechen

• Diarrhoe, häufig blutig (10-20%)

• Bauchschmerzen

• Dauer ca. 7 Tage

• V.a. bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren Patienten und Immunsupprimierten

• HUS (6-9%): nach 5-10 Tagen, insb. bei Kindern
Enteropathogene E. coli (EPEC) 12 h - 6 Tage • Säuglingsenteritis: meist < 6. LM

• Erbrechen

• Wässrige bis breiige Diarrhoe

Enterotoxinogene E. coli (ETEC) 24 h • Reisediarrhoe: Mexiko, sub-Sahara Afrika, Südasien

• Übelkeit, selten Erbrechen und wässrige Diarrhoe

• Dauer: 1-5 Tage

Enteroaggregative E. coli (EAEC) • Diarrhoe bei Kindern, Erwachsenen, Reiserückkehrern und HIV-Patienten

• Dauer im Mittel 3 Tage

• Auch asymptomatische Verläufe

Toxinbildende O1/0139-positive Vibrio cholerae • Stunden bis wenige Tage • Hauptsächlich Südostasien, Südamerika, West- und Zentralafrika in Zusammenhang mit mangelhaften hygienischen Zuständen

• Akut, reiswasserartige Durchfälle (bis zu 20 Liter pro Tag!)

• Asymptomatische Verläufe beschrieben

• Dauer: ca. 5 Tage

• Metabolische Azidose

• Elektrolytstörungen, insb. Hypokaliämie

• Hypoglykämie

• Volumenmangelschock

Aeromonas spp. • Insb. im Sommer nach Wasserkontakt

• Wässrige Diarrhoe, meist selbstlimitierend

• Ggf. Fieber, Bauchschmerzen, Hämatochezie

• HUS

• Selten Sepsis (insb. bei Immunsuppression)

Weitere bakterielle Toxinbildner (C. perfringens, S. aureus, B. cereus) • 0,5-16 h nach Nahrungs-Aufnahme • Diarrhoe und Bauchschmerzen

• Ggf. Erbrechen

• Dauer 12-24 h

• C. perfringens: Nekrotisierende Colitis

Tabelle 3: Viren als Auslöser einer Diarrhoe

Viren
Erreger Inkubationszeit Klinische Symptomatik Komplikationen
Norovirus 6 - 50 h • Akuter Verlauf

• Übelkeit, schwallartiges Erbrechen

• Abdominelle Krämpfe

• Starke Diarrhoe

• Kopf- und Muskelschmerzen

• Fieber

• Dauer: 2-3 Tage

• Chronische Verläufe bei Immunsuppression
Rotavirus 1 - 3 Tage • Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder

• Diarrhoe, Erbrechen, Fieber

• Dauer: 4-7 Tage

• Chronische Verläufe bei Immunsuppression
Adenoviren

(insb. Typ 40 und 41)

Bis 12 Tage • Wässrige Diarrhoe

• Fieber

• Erbrechen

• Dauer 8-12 Tage

•weitere Organbeteiligung bei Immunsuppression
Astroviren 2 - 4 Tage • Diarrhoe, Bauchschmerzen

• Allgemeinsymptome mit erhöhter Temperatur

• Übelkeit, ggf. Erbrechen

• Eher milder als Noro-/Rotavirus

• Dauer bis 5 Tage

Tabelle 4: Protozoen als Auslöser einer Diarrhoe

Protozoen / eukaryontische Einzeller
Erreger Inkubationszeit Klinische Situationen Komplikationen
Giardia lamblia 2 - 10 Tage • Akute, wässrige-schleimige übel-riechende, entfärbte, voluminöse Diarrhoe

• Oberbauchschmerzen, Magenkrämpfe, Meteorismus

• Dauer sehr unterschiedlich

• Auch asymptomatische Verläufe

• Intermittierende Laktose-Intoleranz (20-40%)

• Chronisch-rezidivierende Verläufe mit Malabsorption und Gewichtsverlust

Entamoeba histolytica Wochen bis Monate • Asymptomatische Verläufe (häufig)

• Breiige, später blutige Durchfälle, krampfartige Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Fieber

• Toxisches Megakolon

• Nekrotisierende Kolitis

• Septische Absiedlungen, insb. Amöben-Leberabszess / Amoebom (Monate bis Jahre nach Infektion)

Cryptosporidien 2 - 14 Tage • Wässrige/schleimige Diarrhoe,

• Oft mild bis asymptomatisch

• Schwere Verläufe bei Kindern und Immunsupprimierten

• Dauer meist 5-14 Tage

• Cholangitis

• Rezidive

Mikrosporidien • Wässrige Diarrhoe mit Gewichtsverlust

• Insb. bei Kindern und Immunsupprimierten

• Chronischer Verlauf, bis Jahre

• Cholangitis, Cholezystitis
Cyclospora (z.B. C. cayatenensis) 1 - 11 Tage • Wässrige Diarrhoe

• Grippale Allgemeinsymptome

• Dauer 1-7 Wochen

• Insb. Immunsupprimierte und ältere Patienten

• Chronische Verläufe, Rezidive

• Bei Immunsuppression: Hämatochezie, Cholangitis, Dissemination, reaktive Arthritis

Cystoisospora 1 Woche • Wässrige Diarrhoe, Bauchschmerzen

• Allgemeinsymptome

• Dauer 2-3 Wochen

• Assoziiert mit Eosinophilie

Tabelle 5: Helminthen als Auslöser einer Diarrhoe

Helminthen
Erreger Inkubationszeit Klinische Symptomatik Komplikationen
Strongyloides stercoralis 2 - 10 Tage • Oft asymptomatisch

• Oberbauchschmerzen

• Übelkeit, Erbrechen

• Chronische wässrige Diarrhoe, ggf. im Wechsel mit Obstipation

• Bei chronischer Infektion: rekurrente Larva currens (lokale filiforme Dermatitis)

Insb. bei Immunsuppression:

• Generalisierung / Hyperinfektionssyndrom

Weitere Helminthen (z.B. T. trichuria, A. duodenale, S. mansoni, A. lumbricoides) Monate bis Jahre • I.d.R. asymptomatisch, ansonsten mild

• Bauchschmerzen, Diarrhoe, Malabsorption

• Übelkeit

• Chronische Verläufe mit AZ-Reduktion, ggf. Anämie

Therapie

Ohne Erregernachweis
Klinische SItuationen Therapie 1. Wahl Therapie 2. Wahl Komplikationen/Hygiene Hinweise/Meldepflicht
Ambulant erworben (≤72h stationär)

Keine Immunsuppression

Keine Zeichen der schweren Dehydratation/Sepsis

Ambulante, supportive Therapie mit oraler Flüssigkeits- und Elekrolytzufuhr

Keine empirische antimikrobielle Therapie

Häufig selbstlimitierend

Schonkost

Ggf. Antiemetika bei Erwachsenen (z.B. Metoclopramid)

Ggf. Analgetika

Ggf. Spasmolytika (z.B. N-Butylscopalamin)

Motilitätshemmer (z.B. Loperamid) vermeiden

(Allenfalls über max. 2 Tage bei Erwachsenen mit unkompliziertem Verlauf)

Ggf. antisekretorische Substanzen (z.B. Racecadotril)

Nosokomial erworben (>72h stationär) oder

ambulant erworben plus Immunsuppression und/oder

Zeichen der schweren Dehydratation/Sepsis

Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich

Keine primär empirische antimikrobielle Therapie

Häufig selbstlimitierend

Schonkost

Ggf. Antiemetika bei Erwachsenen (z.B. Metoclopramid)

Ggf. Analgetika

Ggf. Spasmolytika (z.B. N-Butylscopalamin)

Motilitätshemmer (z.B. Loperamid) vermeiden (allenfalls über max. 2 Tage bei Erwachsenen mit unkompliziertem Verlauf)

Ggf. antisekretorische Substanzen (z.B. Racecadotril)

Bei schweren Verläufen oder Verläufe >3 Tage

(NACH Abnahme der Stuhldiagnostik):

• Azithromycin 1x 500 mg oral für 3 Tage (alternativ Azithromycin 1000 mg einmalig) oder

• Aminopenicillin + Betalaktamase-Inhibitor i.v.

Isolation bei Krankenhausaufnahme bis 48h durchfallfrei
Nach Fernreise Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich·

Keine primär empirische antimikrobielle Therapie bei leichten Verläufen keine motilitätshemmende Therapie

Bei blutiger Diarrhoe, Fieber oder Risikopatienten (Immunsuppression):

Azithromycin 1x 500 mg p.o. für 3 Tage (alternativ Azithromycin 1000 mg einmalig


Bei dringendem V.a. eine invasive Infektion mit Amöben (E.histolytica) s. Tabelle zur spezifischen Therapie

Frühzeitiger Kontakt Tropeninstitut zur weiteren Diagnostik und ggf Therapie.

Bei komplizierenden Faktoren (zB. Leberabszess), Kontakt spezialisiertes Zentrum/Tropeninstitut.


Bei Erregernachweis
Erreger Nachweismethode Indikation zur spezifischen antiinfektiven Therapie Therapie 1. Wahl Therapie 2. Wahl
Clostridioides difficile Initial: Toxin-PCR oder GDH-ELISA


Zweischrittiges Verfahren. Screening Assay: Glutamat-Dehydrogenase ELISA oder PCR Bestätigung: Toxin ELISA

Alternativ:

Nachweis von Pseudomembranen in der Koloskopie

immer indiziert Auslösende Antibiotika-Therapie (sofern möglich) beenden!

Initiale Episode:

Vancomycin 4x 125 mg p.o. über 10 Tage ODER

Fidaxomicin 2x 200 mg p.o. über 10 Tage (insb. bei erhöhtem Rezidivrisiko) ODER

Metronidazol 3x 400 mg p.o. (nur in leichten Fällen ohne nennenswerte Komorbiditäten)


Orale Therapie unmöglich:

Metronidazol 500 mg 3x/d i.v. oder

Tigecyclin 2 x 50 mg/d i.v. (Startdosis 100 mg)

Jeweils die in der ersten Episode nicht verabreichte Option
Enteritis-Salmonellen (nicht typhöse Salmonellen) Stuhlkultur oder -PCR • Systemische Infektion (Fieber)

• Blutstrominfektion

• Immunsuppression

• Hämodialysepatienten

• (Vorliegen von Gefäßprothesen, Aneurysmata, Fremdmaterial im Körper)

Ciprofloxacin 2x 500 mg p.o. bzw. 2x 400 mg i.v. für 5-7 Tage (bei Immunsuppression je 14 Tage)


Bei schwerer Infektion oder Blutstrominfektion:

Ceftriaxon 1x 2 g i.v. für 5-7 Tage (bei Immunsuppression 14 Tage)

Azithromycin 500 mg/Tag über 7 Tage
Salmonella typhi/paratyphi

(Typhus)

Inkubationszeit: Blutkulturen

1. Woche: Kultur aus Blut, KM, Gewebe

Ab 2. Woche: Stuhlkultur

immer indiziert Empirisch (vor Antibiogramm):

Ceftriaxon 2x 1 g i.v. für 10-14 Tage

Mittel der Wahl wenn sensibel getestet: Ciprofloxacin 2x 500 mg p.o. ODER 2x 400 mg i.v für 7-10 Tage


Lokale Resistenzlage beachten (z.B. Pakistan, Indien)

Azithromycin 1x 1000 mg oral für 5-7 Tage ODER

Ceftriaxon 1x 2 g i.v. für 10-14 Tage

Shigella spp.

Enteroinvasive E.coli

(EIEC)

Stuhlkultur, ggf. -PCR (ipah-Gen) Bei akuter Infektion immer Therapie (nach Resistenztestung):

Azithromycin 1x 500 mg p.o. für 3 Tage

(insb. bei Asienreisenden aufgrund hoher Ciprofloxacinresistenz) ODER

Ciprofloxacin 2x 500mg p.o. bzw 2 x 400 mg i.v. für 3-5 Tage

(Bei Immunsuppression Therapiedauer je 5-7 Tage)

Bei Vorliegen von Resistenzen nach Antibiogramm therapieren
Campylobacter spp. Stuhlkultur, ggf. -PCR • Beschwerden >1 Woche

• Immunsuppression

• Hohes Fieber, stark blutige Diarrhoe

Azithromycin 1000 mg einmalig Ciprofloxacin 2x 500 mg p.o. für 3 Tage wenn sensibel
Yersinia pseudotuberculosis Stuhlkultur, ggf. -PCR • schweres Krankheitsbild

• fehlende klinische Besserung nach 2 Wochen

Ceftriaxon 1x 2 g i.v. für 7-14 Tage (bei Immunsuppression ggf. länger) Ciprofloxacin 2x 400 mg i.v. für 7-14 Tage
Shigella spp. Stuhlkultur, ggf. -PCR i.d.R. indiziert Azithromycin 500 mg/d p.o. für 3 Tage oder

Ceftriaxon 2 g/d i.v. für 5 Tage oder

Pivmecillinam 3 x 400 mg/d p.o. für 5 Tage

Aeromonas spp. Stuhlkultur, ggf. -PCR • Chronischer Verlauf

• Sepsis

Kontakt zu Infektiologie
Enterohämorrhargische E. coli (EHEC) Stuhlkultur, -PCR (Shigatoxin 1 / 2) Extraintestinale Manifestationen

(i.d.R. keine Antibiose, begünstigt möglicherweise Auftreten von HUS)

a.e., Carbapeneme
Enteropathogene E. coli (EPEC), entero-toxinogene E. coli (ETEC) Stuhlkultur, ggf. -PCR i.d.R. eine Antibiotikatherapie, selbstlimitierend!
Enteroaggregative E. coli (EAEC) Stuhlkultur, ggf. -PCR • Immunsuppression

• Dauer >14 Tage (sehr selten)

Ciprofloxacin 2x 500 mg p.o. ODER 2 x 400 mg i.v. für 3-5 Tage (5-7 Tage bei Immunsuppression)
Toxinproduzierende O1/0139-positive Vibrio cholerae Stuhlkultur und direkte Stuhlmikroskopie, ggf. PCR • Schwere Erkrankung Wichtigste Maßnahme: Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich!

Ciprofloxacin 1 g als Einmaldosis

Azithromycin 1 g als Einmaldosis
Weitere Toxinbildner Bezug zur Nahrungs-Aufnahme keine antibiotische Therapie Symptomatisch
Noro-, Rota-, Astroviren Stuhl-PCR keine Symptomatisch
Adenoviren Stuhl-PCR ggf. bei Immunsuppression und schwerer Erkrankung Kontakt zu Infektiologie
Giardia lamblia Stuhl-Mikroskopie und -PCR • Symptomatische Patienten

• Asymptomatische Patienten mit Kontakt zu Immunsupprimierten/Schwangeren

Metronidazol 3x 500 mg p.o. für 5-7 Tage,

zudem laktosefreie Ernährung für mind. 1 Monat nach Therapie empfohlen.

Tinidazol 2 g als Einmaldosis
Entamoeba histolytica Stuhl-Mikroskopie und -PCR (bzw. aus Abszess)

Ggf. Serologie (ab 3-7 Tage nach Beginn)

I.d.R. indiziert Indikation: Immer bei Nachweis

Metronidazol 3x 10 mg/kg/Tag (max. 3x 800 mg/Tag) i.v. ODER p.o. (wenn asymptomatisch)

Im Anschluss zur intraluminalen Behandlung immer Paromomycin 3x 500 mg p.o. für weitere 10 Tage

Mikrosporidien Stuhl-Mikroskopie und ggf. -PCR i.d.R. keine, Immunrekonstitution Kontakt zur Infektiologie (ggf. Albendazol oder Fumagillin)
Cyclospora Stuhl-Mikroskopie und PCR Immunsuppression, chronische Diarrhoe Cotrimoxazol 2x 960 mg für 7 Tage

Bei HIV: 7-10 Tage, ggf. suppressive Therapie mit Cotrimoxazol 960 mg 3x/Woche über 4 Wochen

Ciprofloxacin 2x 500 mg für 7 Tage ODER

Nitazoxanid 2x 500 mg für 7 Tage

Cystoisospora Stuhl-Mikroskopie (Ziehl-Neelsen) oder PCR Immunsuppression, chronische Diarrhoe Paromomycin p.o. 4 x 500 mg/Tag oder 3 x 1 g/Tag über 14 Tage, ggf. + Azithromycin p.o. 600 mg einmalig Nitazoxanid 2 x 500 mg/Tag für 2(-8) Wochen
S. stercoralis Stuhl-Mikroskopie und -PCR, Serologie Immer indiziert Ivermectin 1x 200 µg/kg über 3 Tage oder 2x Einzeldosis im Abstand von einer Woche Albendazol 10 mg/kg Einzeldosis
Weitere Helminthen (z.B. T. trichuria, A. duodenale, S. mansoni, A. lumbricoides) Stuhl-Mikroskopie, ggf. PCR (S. mansoni) I.d.R. indiziert Kontakt zu Infektiologie / Tropenmedizin


Prophylaxe und Prävention

Prophylaxe und Prävention bearbeiten

1. Zur Rezidivprophylaxe kann in Kombination mit der CDI-gerichteten Antibiotikatherapie bei hohem Rezidivrisiko einmalig Bezlotoxumab 10 mg/kg verabreicht werden (Risikofaktoren: Alter >65 Jahre, Immunsuppression, Rezidivsituation, Niereninsuffizienz).

2. Bei multiplen Rezidiven und nach einer Therapie mit mindestens Vancomycin und Fidaxomicin sollte die Möglichkeit eines fäkalen Mikrobiotatransfers als Sekundärprophylaxe eruiert werden.

Weiterführende Literatur und Hilfestellungen

Weiterführende Literatur und Hilfestellungen bearbeiten

Tabellarische Anmerkungen zur Meldepflicht nur bei ganz klarer Lehrmeinung angeben.

Quellen

Manthey, C. et al.:  S2k-Leitlinie Gastrointestinale Infektionen der Deutschen Gesellschaft für  Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), 2023

• Li T, Qiang N, Bao Y, Li Y, Zhao S, Chong KC, Deng X, Zhang X, Ran J, Han L. Global burden of enteric infections related foodborne diseases, 1990-2021: findings from the Global Burden of Disease Study 2021. Sci One Health. 2024 Aug 10;3:100075. doi: 10.1016/j.soh.2024.100075

• Robert-Koch-Institut (2024): Infektionsepidemiologische Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2022.

• Bennett, J. E., Dolin, R., & Blaser, M. J.: Mandell, Douglas, and Bennett's Principles and Practice of Infectious Diseases, 2020

• Farrar J., Hotez P. J., Junghanss T., Kang G., Lalloo D., White N. J.: Manson's Tropical Infectious Diseases, 2014.

• Lübbert, C., Grimm, M.: Akute Infektiöse Diarrhoe, 2014.

• (Krankenhaushygiene up2date 2018; 13(04): 451-469

• DOI: 10.1055/s-0043-118640; Diagnostik Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York; Präanalytik: Blutkultur, Urin, Stuhl, Anna Dudakova, Marco H. Schulze)


Einzelnachweise



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